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Steuern

Lohnsteuertabelle Österreich 2026: Steuersätze, Einkommensgrenzen und Beispiele

David Reisner
aktualisiert: 16. Oktober 2026 18:47

Wie hoch ist die Lohnsteuer in Österreich 2026? Die Lohnsteuertabelle beginnt bei einem steuerpflichtigen Jahreseinkommen von 13.539 Euro mit einem Steuersatz von 0 Prozent. Darüber gelten progressive Steuersätze von 20, 30, 40, 48 und 50 Prozent. Für Einkommensteile über einer Million Euro beträgt der befristete Höchststeuersatz bis einschließlich 2029 weiterhin 55 Prozent.

Die Lohnsteuertabelle zeigt, welcher Teil des steuerpflichtigen Einkommens mit welchem Steuersatz belastet wird. Sie ist nicht mit einer Brutto-Netto-Tabelle gleichzusetzen: Sozialversicherungsbeiträge, Werbungskosten, Steuerabsetzbeträge und die besondere Besteuerung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld müssen gesondert berücksichtigt werden.

Das Wichtigste zur Lohnsteuertabelle 2026: Bis zu 13.539 Euro steuerpflichtigem Jahreseinkommen fallen nach dem allgemeinen Einkommensteuertarif keine Steuern an. Bei 30.000 Euro steuerpflichtigem Jahreseinkommen ergibt sich eine Tarifsteuer von 4.093 Euro vor Abzug der Steuerabsetzbeträge. Der Grenzsteuersatz beträgt in diesem Beispiel 30 Prozent, der durchschnittliche Tarifsteuersatz dagegen nur rund 13,64 Prozent.

Lohnsteuertabelle 2026 in Österreich: Alle Steuerstufen

Die folgende Tabelle enthält die geltenden Tarifgrenzen des § 33 Abs. 1 Einkommensteuergesetz (EStG) für das Kalenderjahr 2026.

Steuerpflichtiges Jahreseinkommen Grenzsteuersatz 2026
Bis 13.539 € 0 %
Über 13.539 € bis 21.992 € 20 %
Über 21.992 € bis 36.458 € 30 %
Über 36.458 € bis 70.365 € 40 %
Über 70.365 € bis 104.859 € 48 %
Über 104.859 € bis 1.000.000 € 50 %
Über 1.000.000 € 55 %

Der Satz von 55 Prozent gilt zeitlich befristet bis einschließlich 2029 für Einkommensteile über einer Million Euro. Nach der derzeitigen gesetzlichen Regelung beträgt der oberste Steuersatz danach wieder 50 Prozent.

Die wichtigste Unterscheidung: Die Einkommensgrenzen in dieser Tabelle beziehen sich auf das steuerpflichtige Einkommen beziehungsweise die für die Tarifberechnung maßgebliche Bemessungsgrundlage, nicht unmittelbar auf das Jahresbruttogehalt.

Bei Arbeitnehmern werden vor der Tarifberechnung insbesondere die abzugsfähigen Sozialversicherungsbeiträge und Werbungskosten berücksichtigt. Für Selbstständige ist grundsätzlich das nach den steuerlichen Vorschriften ermittelte Einkommen maßgeblich.

Was bedeutet ein Grenzsteuersatz von 30 oder 40 Prozent?

Der österreichische Einkommensteuertarif ist progressiv aufgebaut. Jede Tarifstufe gilt nur für den Einkommensteil innerhalb der jeweiligen Grenzen.

Wer beispielsweise 40.000 Euro steuerpflichtiges Jahreseinkommen erzielt, versteuert deshalb nicht die gesamten 40.000 Euro mit 40 Prozent.

Stattdessen werden:

  • die ersten 13.539 Euro mit 0 Prozent,
  • die nächsten 8.453 Euro mit 20 Prozent,
  • die nächsten 14.466 Euro mit 30 Prozent und
  • nur die verbleibenden 3.542 Euro mit 40 Prozent

besteuert.

So ergibt sich eine jährliche Tarifsteuer von 7.447,20 Euro vor Steuerabsetzbeträgen. Der durchschnittliche Tarifsteuersatz beträgt damit rund 18,62 Prozent und nicht 40 Prozent.

Lohnsteuertabelle 2025 und 2026 im Vergleich

Die österreichischen Einkommensteuertarifgrenzen wurden für 2026 erneut an die Inflation angepasst.

Nach den offiziellen Angaben des Bundesministeriums für Finanzen betrug die für diese Anpassung herangezogene Inflationsrate 2,6 Prozent. Die Tarifgrenzen wurden für 2026 grundsätzlich um zwei Drittel davon, also um rund 1,733 Prozent, angehoben.

Die Grenzsteuersätze selbst blieben gegenüber 2025 unverändert.

Grenze der Tarifstufe 2025 2026
Ende der 0-%-Stufe 13.308 € 13.539 €
Ende der 20-%-Stufe 21.617 € 21.992 €
Ende der 30-%-Stufe 35.836 € 36.458 €
Ende der 40-%-Stufe 69.166 € 70.365 €
Ende der 48-%-Stufe 103.072 € 104.859 €

Für die Lohnverrechnung des Kalenderjahres 2026 gelten die neuen Tarifgrenzen. Wer hingegen im Jahr 2026 eine Arbeitnehmerveranlagung für 2025 einreicht, muss mit den steuerlichen Regeln des Jahres 2025 rechnen.

Wie viel Steuer erspart die höhere Tarifgrenze?

Bei unverändertem steuerpflichtigem Jahreseinkommen kann die Anhebung der Tarifgrenzen zu einer geringeren Tarifsteuer führen.

Ein Beispiel mit jeweils 30.000 Euro steuerpflichtigem Jahreseinkommen:

Berechnung Betrag
Tarifsteuer 2025 4.176,70 €
Tarifsteuer 2026 4.093,00 €
Unterschied vor Absetzbeträgen 83,70 €

Das ist ein Vergleich der reinen Einkommensteuertarife bei identischer steuerpflichtiger Bemessungsgrundlage. Die tatsächliche Veränderung des Nettogehalts kann davon abweichen, etwa wegen geänderter Sozialversicherungsbeiträge, Gehaltserhöhungen oder individueller Steuerabsetzbeträge.

Lohnsteuertabelle mit Beispielen: Wie viel Steuer fällt bei welchem Einkommen an?

Um die Wirkung der progressiven Steuersätze sichtbar zu machen, zeigt die folgende Tabelle die jährliche Einkommensteuer für ausgewählte steuerpflichtige Jahreseinkommen.

Wichtig: Die Werte sind mit dem Einkommensteuertarif 2026 berechnet, jedoch noch vor Abzug von Steuerabsetzbeträgen. Es handelt sich weder um die endgültige Einkommensteuer jeder Person noch um eine Brutto-Netto-Tabelle.

Steuerpflichtiges Jahreseinkommen Tarifsteuer 2026 vor Absetzbeträgen
13.539 € 0,00 €
15.000 € 292,20 €
20.000 € 1.292,20 €
25.000 € 2.593,00 €
30.000 € 4.093,00 €
40.000 € 7.447,20 €
50.000 € 11.447,20 €
60.000 € 15.447,20 €
80.000 € 24.218,00 €

Für den regulären Lohnsteuerabzug werden die jeweils zustehenden Steuerabsetzbeträge zusätzlich berücksichtigt. Bei einem niedrigen Einkommen kann die tatsächlich zu zahlende Steuer deshalb null betragen, obwohl die reine Tarifsteuer bereits positiv ist.

Berechnungsbeispiel: 30.000 Euro steuerpflichtiges Jahreseinkommen

Eine Person erzielt 2026 ein steuerpflichtiges Jahreseinkommen von 30.000 Euro. Dieses Einkommen ist bereits nach den steuerlich zulässigen Abzügen ermittelt.

Die Berechnung erfolgt stufenweise:

Einkommensteil Berechnung Steuer
13.539 € 0 % 0,00 €
8.453 € 20 % 1.690,60 €
8.008 € 30 % 2.402,40 €
Gesamt 4.093,00 €

Die drei Einkommensteile ergeben zusammen genau 30.000 Euro. Davon entfallen 4.093 Euro auf die reine jährliche Tarifsteuer.

Ist die Person eine gewöhnliche aktive Arbeitnehmerin beziehungsweise ein gewöhnlicher aktiver Arbeitnehmer und steht ihr der allgemeine Verkehrsabsetzbetrag von 496 Euro vollständig zu, ergibt sich zunächst:

4.093 Euro − 496 Euro = 3.597 Euro.

Weitere zustehende Steuerabsetzbeträge können die Steuer vermindern. Außerdem ist zu beachten, dass etwa der Zuschlag zum Verkehrsabsetzbetrag nur im Rahmen der Veranlagung berücksichtigt wird.

Das Beispiel zeigt daher keine verbindliche individuelle Steuerschuld, sondern den Unterschied zwischen Tarifsteuer und einer Berechnung nach bestimmten Steuerabsetzbeträgen.

Monatliche Lohnsteuertabelle 2026: Was bedeutet der Jahrestarif für mein Gehalt?

Bei der laufenden monatlichen Lohnverrechnung wird der maßgebliche steuerpflichtige Monatslohn grundsätzlich auf ein Jahreseinkommen hochgerechnet. Anschließend wird der Einkommensteuertarif angewendet und das Ergebnis nach Abzug der für die Lohnverrechnung relevanten Steuerabsetzbeträge auf den Lohnzahlungszeitraum zurückgerechnet.

Das sieht § 66 EStG vor.

Zur Orientierung zeigt die folgende Tabelle vereinfachte Monatswerte für gewöhnliche Arbeitnehmer mit durchgehendem Monatslohn.

Die verwendete monatliche Steuerbemessungsgrundlage steht dabei bereits fest. Sämtliche dafür notwendigen Abzüge, einschließlich der gesetzlich zu berücksichtigenden Werbungskosten, gelten in den Beispielen als korrekt verarbeitet. Berücksichtigt wird ausschließlich der allgemeine Verkehrsabsetzbetrag von 496 Euro jährlich.

Steuerpflichtige Monatsbemessungsgrundlage Rechnerische laufende Lohnsteuer pro Monat
1.000 € 0,00 €
1.500 € 33,02 €
2.000 € 149,75 €
2.500 € 299,75 €
3.000 € 449,75 €
4.000 € 845,93 €

Achtung: Die erste Spalte enthält ausdrücklich keine Bruttogehälter. Wer beispielsweise 2.500 Euro brutto verdient, muss zunächst die für die Steuerbemessungsgrundlage maßgeblichen Abzüge berücksichtigen. Die auf dem Gehaltszettel ausgewiesene Lohnsteuer kann deshalb von dieser Tabelle abweichen.

Die Modellwerte berücksichtigen außerdem weder Sonderzahlungen noch Pendlerpauschale, Familienbonus Plus, einen erhöhten Verkehrsabsetzbetrag oder weitere individuelle Besonderheiten.

Warum wird Urlaubsgeld nicht einfach mit der Monatstabelle versteuert?

Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld und bestimmte andere Sonderzahlungen unterliegen grundsätzlich besonderen steuerlichen Regeln nach § 67 EStG.

Innerhalb des sogenannten Jahressechstels können sonstige Bezüge mit begünstigten festen Steuersätzen besteuert werden. Das Jahressechstel entspricht bei gleichbleibendem laufendem Gehalt im einfachen Fall grundsätzlich zwei Monatsbezügen.

Die Sonderzahlungsbesteuerung unterscheidet sich daher von jener des laufenden Gehalts. Bei der Berechnung spielen unter anderem der jährlich verfügbare Freibetrag, die Freigrenze, die Sozialversicherungsbeiträge und ein möglicher Sechstelüberhang eine Rolle.

Für 2026 beträgt der Freibetrag für entsprechend begünstigte sonstige Bezüge insgesamt 620 Euro. Die Freigrenze für das Jahressechstel liegt bei 2.615 Euro.

Eine vollständige Brutto-Netto-Berechnung mit 13. und 14. Gehalt kann deshalb nicht allein aus der allgemeinen Einkommensteuertabelle abgelesen werden.

Welche Steuerabsetzbeträge gelten für Arbeitnehmer und Pensionisten 2026?

Der Einkommensteuertarif ist nur ein Teil der tatsächlichen Steuerberechnung. Hinzu kommen die gesetzlich vorgesehenen Steuerabsetzbeträge.

Sie mindern die berechnete Einkommensteuer direkt. Das unterscheidet sie von Werbungskosten, die bereits die steuerpflichtige Bemessungsgrundlage verringern.

Steuerabsetzbetrag Betrag 2026
Allgemeiner Verkehrsabsetzbetrag 496 € jährlich
Erhöhter Verkehrsabsetzbetrag Bis zu 853 € jährlich
Zuschlag zum Verkehrsabsetzbetrag Bis zu 804 € jährlich
Allgemeiner Pensionistenabsetzbetrag Bis zu 1.020 € jährlich
Erhöhter Pensionistenabsetzbetrag Bis zu 1.502 € jährlich
Alleinverdiener-/Alleinerzieherabsetzbetrag bei einem Kind 612 € jährlich

Diese Beträge sind keine zusätzlichen allgemeinen Freibeträge, die jeder Person ohne weitere Voraussetzungen zustehen.

Der allgemeine Verkehrsabsetzbetrag wird bei aktiven Arbeitnehmern grundsätzlich bereits durch den Arbeitgeber berücksichtigt. Der erhöhte Verkehrsabsetzbetrag setzt zusätzliche Voraussetzungen voraus.

Der Zuschlag zum Verkehrsabsetzbetrag von höchstens 804 Euro wird 2026 ausschließlich im Rahmen der Veranlagung berücksichtigt. Er steht bis zu einem Jahreseinkommen von 19.761 Euro in voller Höhe zu und wird bei höherem Einkommen bis 30.259 Euro schrittweise eingeschliffen.

Für Pensionisten gelten eigene Absetzbeträge und Voraussetzungen. Der Pensionistenabsetzbetrag und der Verkehrsabsetzbetrag können nicht einfach gleichzeitig in voller Höhe angesetzt werden.

Zusätzlich können unter den gesetzlichen Voraussetzungen etwa der Familienbonus Plus, der Unterhaltsabsetzbetrag oder andere familienbezogene Begünstigungen relevant sein.

Brutto, steuerpflichtiges Einkommen und Netto: Was gehört in die Tabelle?

Wer seine Steuerbelastung überschlagen möchte, sollte drei unterschiedliche Größen auseinanderhalten.

Bruttogehalt

Das Bruttogehalt ist grundsätzlich der arbeitsrechtliche Bezug vor den gesetzlichen Arbeitnehmerabzügen. Dazu können neben dem Grundgehalt auch steuerpflichtige Überstunden, Zulagen oder Sachbezüge gehören.

Es ist nicht automatisch mit der steuerpflichtigen Monatsbemessungsgrundlage identisch.

Steuerpflichtiger Arbeitslohn beziehungsweise steuerpflichtiges Einkommen

Für den Lohnsteuerabzug werden die nach den gesetzlichen Regeln abzugsfähigen Beträge berücksichtigt.

Bei Selbstständigen wird das Jahreseinkommen hingegen im Rahmen der Einkommensteuerermittlung anhand der einschlägigen Vorschriften festgestellt. Betriebsumsatz und steuerpflichtiger Gewinn sind dabei nicht dasselbe.

Der Einkommensteuertarif nach § 33 EStG gilt grundsätzlich sowohl für entsprechend steuerpflichtige Einkünfte aus unselbstständiger Arbeit als auch für andere tarifpflichtige Einkünfte natürlicher Personen.

Nettogehalt

Das Nettogehalt ist jener Betrag, der nach den anwendbaren gesetzlichen und weiteren Abzügen zur Auszahlung verbleibt.

Um es korrekt zu berechnen, reichen die Prozentsätze der Lohnsteuertabelle nicht aus.

Bei einem normalen österreichischen Dienstverhältnis müssen insbesondere die Sozialversicherung, die konkrete Lohnsteuer, mögliche besondere Bezüge und gegebenenfalls weitere Abzüge einbezogen werden.

Für eine persönliche Vergleichsrechnung bietet das Bundesministerium für Finanzen einen Brutto-Netto-Rechner an. Er eignet sich für eine realistischere Abrechnung als die isolierte Anwendung der Tarifstufen.

Häufige Fragen zur Lohnsteuertabelle 2026

Ab welchem Einkommen zahle ich 2026 in Österreich Lohnsteuer?

Die erste Stufe des Einkommensteuertarifs reicht bis 13.539 Euro steuerpflichtigem Jahreseinkommen und ist mit 0 Prozent besteuert. Das bedeutet nicht, dass 13.539 Euro die allgemeine Bruttojahresgehaltsgrenze für eine Lohnsteuerpflicht sind. Insbesondere Sozialversicherungsbeiträge und Steuerabsetzbeträge können dazu führen, dass auch bei einem höheren Bruttogehalt keine laufende Lohnsteuer anfällt.

Wie hoch ist die Lohnsteuer bei 30.000 Euro Jahreseinkommen?

Bei genau 30.000 Euro bereits ermitteltem steuerpflichtigem Jahreseinkommen beträgt die reine Einkommensteuertarifsteuer 2026 genau 4.093 Euro. Für aktive Arbeitnehmer können davon insbesondere der zustehende Verkehrsabsetzbetrag und weitere gesetzlich vorgesehene Steuerabsetzbeträge abzuziehen sein. 30.000 Euro Bruttogehalt sind hingegen eine andere Berechnungsgrundlage.

Wie hoch ist der Eingangssteuersatz 2026?

Die erste steuerpflichtige Tarifstufe oberhalb von 13.539 Euro unterliegt 2026 einem Grenzsteuersatz von 20 Prozent. Bis einschließlich 13.539 Euro beträgt der Tarifsteuersatz 0 Prozent.

Was ist der Unterschied zwischen Grenzsteuersatz und Durchschnittssteuersatz?

Der Grenzsteuersatz ist jener Satz, mit dem ein zusätzlicher steuerpflichtiger Euro innerhalb der erreichten Stufe belastet wird. Der Durchschnittssteuersatz ergibt sich dagegen aus der gesamten Steuer im Verhältnis zum gesamten steuerpflichtigen Einkommen. Bei 30.000 Euro steuerpflichtigem Jahreseinkommen beträgt die Tarifsteuer vor Absetzbeträgen 4.093 Euro und damit durchschnittlich rund 13,64 Prozent, obwohl der Grenzsteuersatz 30 Prozent erreicht.

Gilt die Lohnsteuertabelle auch für Selbstständige?

Der allgemeine Einkommensteuertarif nach § 33 EStG gilt grundsätzlich auch für tarifpflichtige Einkünfte Selbstständiger. Die Ermittlung der steuerpflichtigen Bemessungsgrundlage unterscheidet sich aber von der Lohnverrechnung bei Arbeitnehmern. Außerdem gelten besondere Vorschriften etwa für den Gewinnfreibetrag und die Einkommensteuervorauszahlungen.

Welche Lohnsteuertabelle gilt für den Lohnsteuerausgleich 2025?

Für die Arbeitnehmerveranlagung des Kalenderjahres 2025 gelten die Tarifgrenzen von 2025. Das bleibt auch dann so, wenn die Erklärung erst im Jahr 2026 oder später eingereicht wird. Die neuen Tarifgrenzen von 2026 gelten für das Steuerjahr 2026.

Warum zeigt mein Gehaltszettel eine andere Lohnsteuer als eine einfache Tabelle?

Eine einfache Einkommensteuertabelle zeigt zunächst den Steuertarif, aber nicht sämtliche persönlichen Berechnungsfaktoren. Die tatsächliche Lohnsteuer hängt insbesondere von Sozialversicherung, Werbungskosten, Absetzbeträgen, Sachbezügen, steuerfreien Entgeltbestandteilen und dem jeweiligen Lohnzahlungszeitraum ab. Sonderzahlungen sind zusätzlich gesondert zu behandeln.

Die Lohnsteuertabelle 2026 richtig verwenden

Die Lohnsteuertabelle 2026 ist die Grundlage für die Berechnung der Einkommensteuer auf tarifpflichtige Einkünfte in Österreich. Sie zeigt die gesetzlich vorgesehenen Steuersätze und Einkommensgrenzen.

Für eine sinnvolle Anwendung sind drei Punkte entscheidend:

  • Die richtige Jahresversion: Die Tarifgrenzen für 2025 und 2026 unterscheiden sich.
  • Die richtige Bemessungsgrundlage: Steuerpflichtiges Einkommen ist nicht dasselbe wie Bruttogehalt.
  • Die richtige Gesamtberechnung: Steuerabsetzbeträge, Sozialversicherung und gegebenenfalls Sonderzahlungen beeinflussen das tatsächliche Nettoergebnis.

Wer nur die Tarifstufe wissen möchte, findet die Antwort in der ersten Tabelle. Wer seine tatsächlich zu zahlende Lohnsteuer oder das Nettogehalt berechnen möchte, sollte die individuellen Abzüge und Begünstigungen zusätzlich berücksichtigen.

Offizielle Quellen und Rechtsgrundlagen

Fachlicher Rechts- und Informationsstand: 16. Oktober 2026. Sämtliche Tariftabellen beziehen sich auf das Kalenderjahr 2026, soweit nicht ausdrücklich 2025 angegeben ist. Die vereinfachten Berechnungsbeispiele zeigen die Anwendung des Einkommensteuertarifs unter den jeweils genannten Annahmen. Sie ersetzen keine individuelle Lohnverrechnung oder Steuerberatung.

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