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Steuern

Unterhaltsabsetzbetrag 2026: Höhe, Alimente & Voraussetzungen

David Reisner
aktualisiert: 8. Oktober 2026 02:46

Wer für ein Kind, das nicht im eigenen Haushalt lebt, nachweislich gesetzlichen Unterhalt beziehungsweise Alimente bezahlt, kann in Österreich den Unterhaltsabsetzbetrag geltend machen. 2026 beträgt er 38 Euro monatlich für das erste, 56 Euro für das zweite und jeweils 75 Euro für das dritte und jedes weitere alimentierte Kind.

Der Unterhaltsabsetzbetrag wird nicht automatisch monatlich ausbezahlt. Er wird grundsätzlich erst nach Ablauf des Kalenderjahres über die Arbeitnehmerveranlagung beziehungsweise Einkommensteuererklärung berücksichtigt.

Kurzantwort: 2026 beträgt der Unterhaltsabsetzbetrag 38 Euro monatlich für das erste Kind, 56 Euro für das zweite Kind und 75 Euro für das dritte und jedes weitere Kind. Voraussetzung ist insbesondere, dass das Kind nicht zum eigenen Haushalt gehört und der gesetzlich geschuldete Unterhalt tatsächlich bezahlt wird.

Unterhaltsabsetzbetrag 2026 Pro Monat Bei 12 Monaten
1. alimentiertes Kind 38 Euro 456 Euro
2. alimentiertes Kind 56 Euro 672 Euro
3. und jedes weitere Kind 75 Euro 900 Euro

Was ist der Unterhaltsabsetzbetrag?

Der Unterhaltsabsetzbetrag ist ein Steuerabsetzbetrag für Personen, die für ein nicht zu ihrem Haushalt gehörendes Kind gesetzlichen Unterhalt leisten.

Er soll steuerlich berücksichtigen, dass der Unterhaltsverpflichtete laufend für den Lebensunterhalt seines Kindes aufkommt, obwohl das Kind nicht in seinem eigenen Haushalt lebt.

Typische Fälle sind:

  • getrennt lebende Eltern,
  • geschiedene Eltern,
  • Eltern, die nie gemeinsam in einem Haushalt gelebt haben, oder
  • andere Konstellationen, in denen gesetzlicher Geldunterhalt für ein nicht haushaltszugehöriges Kind geleistet wird.

Eine Scheidung ist keine Voraussetzung. Entscheidend sind Haushaltszugehörigkeit, Familienbeihilfe und die tatsächlich erfüllte gesetzliche Unterhaltspflicht.

Wie hoch ist der Unterhaltsabsetzbetrag 2026?

Die monatlichen Beträge wurden für 2026 erneut valorisiert.

Kalenderjahr 1. Kind 2. Kind 3. und jedes weitere Kind
bis 2022 29,20 Euro 43,80 Euro 58,40 Euro
2023 31 Euro 47 Euro 62 Euro
2024 35 Euro 52 Euro 69 Euro
2025 37 Euro 55 Euro 73 Euro
2026 38 Euro 56 Euro 75 Euro

Beispiel mit zwei Kindern

Ein Elternteil zahlt für zwei nicht haushaltszugehörige Kinder das gesamte Jahr den gesetzlichen Unterhalt.

38 Euro + 56 Euro = 94 Euro pro Monat

Für zwölf Monate ergibt sich damit:

94 Euro × 12 = 1.128 Euro Unterhaltsabsetzbetrag

Beispiel mit drei Kindern

Bei drei ganzjährig alimentierten Kindern ergibt sich:

38 Euro + 56 Euro + 75 Euro = 169 Euro pro Monat

Bei zwölf Monaten:

169 Euro × 12 = 2.028 Euro

Welche Voraussetzungen gelten?

Der Unterhaltsabsetzbetrag setzt grundsätzlich voraus, dass:

  • das Kind nicht dem Haushalt des Unterhaltszahlers angehört,
  • der gesetzliche Unterhalt tatsächlich geleistet wird,
  • der Unterhaltszahler für dieses Kind keine Familienbeihilfe bezieht und
  • auch dessen im selben Haushalt lebender Ehe- oder Lebenspartner für dieses Kind keine Familienbeihilfe erhält.

Typischerweise bezieht bei getrennt lebenden Eltern der andere Elternteil die Familienbeihilfe.

Wichtig: Es ist nicht erforderlich, dass überhaupt niemand Familienbeihilfe erhält. Entscheidend ist, dass der Unterhaltszahler beziehungsweise dessen im selben Haushalt lebender Partner sie für dieses Kind nicht beziehen.

Muss das Kind beim anderen Elternteil wohnen?

Nicht zwingend.

Entscheidend ist, dass das Kind nicht zum Haushalt des Unterhaltszahlers gehört.

In der typischen Konstellation lebt das minderjährige Kind beim anderen Elternteil. Denkbar sind aber auch andere Wohnsituationen.

Der Unterhaltsabsetzbetrag ist damit an die fehlende Haushaltszugehörigkeit und die gesetzliche Unterhaltsleistung geknüpft.

Was bedeutet gesetzlicher Unterhalt?

Eltern müssen grundsätzlich entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit zum Unterhalt ihrer Kinder beitragen.

Lebt das Kind im Haushalt eines Elternteils, erfüllt dieser seine Unterhaltspflicht regelmäßig durch Betreuung, Wohnen, Essen und andere Naturalleistungen.

Der andere Elternteil leistet grundsätzlich Geldunterhalt – umgangssprachlich meist Alimente genannt.

Der Kindesunterhalt soll insbesondere Kosten für:

  • Wohnen,
  • Lebensmittel,
  • Kleidung,
  • Schule und Ausbildung,
  • Freizeit und
  • sonstige gewöhnliche Bedürfnisse des Kindes

abdecken.

Wie hoch müssen Alimente sein?

Die konkrete Unterhaltshöhe hängt insbesondere ab von:

  • Einkommen und Leistungsfähigkeit des unterhaltspflichtigen Elternteils,
  • Alter des Kindes,
  • Bedarf des Kindes,
  • weiteren Unterhaltspflichten und
  • gegebenenfalls eigenen Einkünften des Kindes.

In der österreichischen Rechtsprechung wird zur Orientierung häufig die Prozentsatzmethode verwendet.

Alter des Kindes Orientierungswert vom Nettoeinkommen
unter 6 Jahren 16 %
6 bis unter 10 Jahren 18 %
10 bis unter 15 Jahren 20 %
ab 15 Jahren 22 %

Diese Werte sind nur Ausgangspunkte. Weitere Unterhaltspflichten sowie Besonderheiten des Einzelfalls verändern die tatsächliche Höhe.

Der Unterhaltsabsetzbetrag selbst berechnet nicht die Höhe der Alimente. Er berücksichtigt lediglich steuerlich eine bestehende und tatsächlich erfüllte gesetzliche Unterhaltspflicht.

Was sind die Regelbedarfssätze 2026?

Ist die tatsächliche gesetzliche Unterhaltsverpflichtung nicht beispielsweise durch Gerichtsbeschluss oder entsprechende Vereinbarung eindeutig festgelegt, können für steuerliche Zwecke die vom Bundesministerium für Finanzen veröffentlichten Durchschnittsbedarfssätze eine Rolle spielen.

Für das Kalenderjahr 2026 gelten:

Alter des Kindes Durchschnittsbedarf 2026 pro Monat
0 bis 5 Jahre 360 Euro
6 bis 9 Jahre 460 Euro
10 bis 14 Jahre 560 Euro
15 bis 19 Jahre 700 Euro
20 Jahre oder älter 800 Euro

Diese Durchschnittsbedarfssätze sind keine allgemeine gesetzliche Alimententabelle. Sie sind steuerliche beziehungsweise unterhaltsrechtliche Orientierungswerte und ersetzen keine individuelle Unterhaltsbemessung.

Werden die Regelbedarfssätze am 1. Juli angepasst?

Die im alten Beitrag enthaltene Aussage, für steuerliche Zwecke würden die maßgeblichen Regelbedarfssätze jährlich am 1. Juli angepasst, ist für die aktuelle steuerliche Darstellung nicht richtig.

Das BMF hat die Durchschnittsbedarfssätze für das Kalenderjahr 2026 mit Wirkung ab 1. Jänner 2026 veröffentlicht.

Muss der volle Unterhalt bezahlt werden?

Ja, für den vollen monatlichen Unterhaltsabsetzbetrag muss der gesetzlichen Unterhaltspflicht vollständig entsprochen werden.

Es reicht nicht aus, irgendeinen beliebigen Betrag zu überweisen.

Entscheidend ist, welcher gesetzliche Unterhalt für das Kind geschuldet wird.

Was passiert, wenn nur ein Teil der Alimente bezahlt wird?

Wird die gesetzliche Unterhaltspflicht nicht vollständig erfüllt, wird der Unterhaltsabsetzbetrag entsprechend gekürzt.

Dabei wird grundsätzlich ermittelt, für wie viele Monate die tatsächlich geleisteten Zahlungen rechnerisch einer vollständigen monatlichen Unterhaltsleistung entsprechen.

Beispiel: nur die Hälfte des Jahresunterhalts bezahlt

Beträgt die gesetzliche Unterhaltspflicht beispielsweise 400 Euro monatlich, ergibt sich für zwölf Monate ein Jahresunterhalt von:

400 Euro × 12 = 4.800 Euro

Werden tatsächlich nur 2.400 Euro bezahlt, entspricht das rechnerisch sechs vollständig bezahlten Monaten.

Der Unterhaltsabsetzbetrag steht daher grundsätzlich nur für:

6 Monate

zu.

Erstes Kind

2026 ergibt das:

6 × 38 Euro = 228 Euro Unterhaltsabsetzbetrag

Muss jeden Monat exakt bezahlt worden sein?

Nicht zwingend.

Für die steuerliche Beurteilung wird auch berücksichtigt, ob eine bestehende Unterhaltsverpflichtung innerhalb des Kalenderjahres später nachbezahlt wurde.

Entscheidend ist daher grundsätzlich die für das Kalenderjahr tatsächlich erfüllte Unterhaltspflicht.

Eine verspätete Zahlung innerhalb des Jahres kann daher dennoch berücksichtigt werden. Zahlungsrückstände und Nachzahlungen sollten allerdings sauber dokumentiert werden.

Welche Nachweise brauche ich?

Das Finanzamt kann einen Nachweis verlangen, dass der gesetzliche Unterhalt tatsächlich bezahlt wurde.

Geeignete Nachweise sind insbesondere:

  • Kontoauszüge,
  • Überweisungsbelege,
  • Empfangsbestätigungen,
  • gerichtliche Unterhaltsbeschlüsse,
  • Unterhaltsvereinbarungen oder
  • andere schriftliche Nachweise über Höhe und Zahlung.

Barzahlungen sind steuerlich schwieriger nachzuweisen. Bei laufenden Alimenten sind nachvollziehbare Banküberweisungen deshalb praktisch deutlich günstiger.

Zählt Naturalunterhalt ebenfalls?

In bestimmten Konstellationen kann die gesetzliche Unterhaltspflicht auch durch Naturalunterhalt erfüllt werden.

Das kann beispielsweise bei umfangreicher Betreuung eines getrennt lebenden Kindes relevant sein.

Für die steuerliche Anerkennung sollte eine solche Vereinbarung dokumentiert werden.

Als Nachweis können insbesondere dienen:

  • schriftliche Vereinbarungen oder
  • eine Bestätigung des anderen Elternteils über die vereinbarte Unterhaltsleistung.

Kann ich Alimente vollständig von der Steuer absetzen?

Nein.

Normale laufende Unterhaltszahlungen für Kinder sind grundsätzlich nicht in voller Höhe als Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen absetzbar.

Die steuerliche Berücksichtigung erfolgt bei einem in Österreich beziehungsweise EU/EWR/Schweiz lebenden nicht haushaltszugehörigen Kind grundsätzlich über den Unterhaltsabsetzbetrag.

Beispiel

Ein Vater zahlt im Jahr insgesamt 6.000 Euro gesetzlichen Kindesunterhalt.

Er kann nicht einfach:

6.000 Euro vom steuerpflichtigen Einkommen abziehen.

Stattdessen steht ihm – wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind – beispielsweise für das erste Kind 2026 ein Unterhaltsabsetzbetrag von maximal 456 Euro für zwölf Monate zu.

Sind außergewöhnliche Kosten für das Kind zusätzlich absetzbar?

Unter bestimmten Voraussetzungen ja.

Übernimmt der Unterhaltsverpflichtete zusätzlich zu den laufenden Alimenten Aufwendungen, die für sich selbst eine außergewöhnliche Belastung darstellen würden, können diese steuerlich berücksichtigt werden.

Das kann beispielsweise betreffen:

  • bestimmte Krankheitskosten,
  • Zahnregulierungen,
  • notwendige medizinische Behandlungen oder
  • unter Voraussetzungen Kosten einer auswärtigen Ausbildung.

Diese Kosten müssen zusätzlich zur laufenden Unterhaltsverpflichtung getragen werden. Normale Alimente werden dadurch nicht automatisch zu einer außergewöhnlichen Belastung.

Was gilt bei volljährigen Kindern?

Auch für ein volljähriges nicht haushaltszugehöriges Kind kann grundsätzlich Unterhaltsabsetzbetrag zustehen.

Eine entscheidende Voraussetzung ist jedoch:

Für das volljährige Kind muss dem getrennt lebenden Elternteil weiterhin Familienbeihilfe ausbezahlt werden.

Besteht kein entsprechender Familienbeihilfenanspruch mehr, steht für das volljährige Kind grundsätzlich auch kein Unterhaltsabsetzbetrag zu.

Das kann insbesondere bei Studierenden relevant sein. Die Voraussetzungen für volljährige Kinder erklären wir ausführlich in unserem Beitrag zur Familienbeihilfe in Österreich.

Endet Unterhalt automatisch mit dem 18. Geburtstag?

Nein.

Die zivilrechtliche Unterhaltspflicht eines Kindes endet grundsätzlich nicht automatisch mit der Volljährigkeit.

Eltern müssen grundsätzlich bis zur Selbsterhaltungsfähigkeit des Kindes Unterhalt leisten.

Das kann beispielsweise während:

  • Schule,
  • Lehre,
  • Studium oder
  • anderer ernsthaft betriebener Ausbildung

über das 18. Lebensjahr hinaus der Fall sein.

Davon zu unterscheiden ist die steuerliche Voraussetzung des Unterhaltsabsetzbetrags: Bei volljährigen Kindern muss weiterhin Familienbeihilfe an den getrennt lebenden Elternteil ausbezahlt werden.

An wen werden Alimente für ein volljähriges Kind bezahlt?

Bei minderjährigen Kindern wird der Geldunterhalt grundsätzlich an die gesetzliche Vertretung beziehungsweise den betreuenden Elternteil bezahlt.

Nach Eintritt der Volljährigkeit steht der Unterhaltsanspruch grundsätzlich dem Kind selbst zu.

Die Zahlung kann daher direkt an das volljährige Kind erfolgen.

Was gilt bei Kindern in EU, EWR oder Schweiz?

Für nicht haushaltszugehörige Kinder, die sich ständig in:

  • einem EU-Mitgliedstaat,
  • einem EWR-Staat oder
  • der Schweiz

aufhalten, kann grundsätzlich ebenfalls Unterhaltsabsetzbetrag zustehen.

Die frühere Indexierung österreichischer Familienabsetzbeträge nach dem Preisniveau des Wohnstaats ist aufgrund der EuGH-Rechtsprechung nicht mehr anzuwenden.

Für den aktuellen Unterhaltsabsetzbetrag gelten daher innerhalb EU/EWR/Schweiz grundsätzlich die österreichischen Beträge.

Was gilt bei Kindern außerhalb von EU, EWR und Schweiz?

Für ein nicht haushaltszugehöriges Kind mit ständigem Aufenthalt in einem Drittstaat außerhalb von EU, EWR und Schweiz steht grundsätzlich kein Unterhaltsabsetzbetrag zu.

Stattdessen können gesetzliche Unterhaltsleistungen unter bestimmten Voraussetzungen als außergewöhnliche Belastung berücksichtigt werden.

Grundsätzlich kann dabei die Hälfte des laufenden, nach den Lebenshaltungskosten des jeweiligen Staates angemessenen Unterhalts berücksichtigt werden.

Welchen Pauschalwert verwendet das Finanzamt?

Das BMF nennt als üblichen Richtwert:

50 Euro pro Kind und Monat

als außergewöhnliche Belastung ohne Selbstbehalt.

Bei entsprechendem Nachweis kann auch die Hälfte eines höheren tatsächlich geleisteten und angemessenen Unterhalts berücksichtigt werden.

50 Euro sind daher ein Richtwert und keine starre gesetzliche Obergrenze.

Welche Nachweise brauche ich bei einem Kind im Drittstaat?

Bei Auslandssachverhalten besteht eine erhöhte Mitwirkungspflicht.

Je nach Fall können insbesondere erforderlich sein:

  • Geburtsurkunde,
  • Wohnsitzbestätigung des Kindes,
  • Nachweise über die Unterhaltshöhe,
  • Überweisungsbelege,
  • Nachweise über ausländische Familienleistungen und
  • gegebenenfalls weitere Dokumente über die wirtschaftlichen Verhältnisse.

Wie wird der Unterhaltsabsetzbetrag beantragt?

Der Unterhaltsabsetzbetrag wird grundsätzlich nach Ablauf des Kalenderjahres geltend gemacht.

Das erfolgt im Rahmen der:

  • Arbeitnehmerveranlagung oder
  • Einkommensteuererklärung.

Am einfachsten funktioniert die Antragstellung über FinanzOnline.

Bei Papierformularen wird für den Unterhaltsabsetzbetrag grundsätzlich die Beilage L1k zum Formular L1 beziehungsweise E1 verwendet.

Für jedes Kind ist grundsätzlich eine eigene Beilage L1k erforderlich.

Kann der Unterhaltsabsetzbetrag beim Arbeitgeber berücksichtigt werden?

Der Unterhaltsabsetzbetrag wird grundsätzlich nicht wie bestimmte andere Absetzbeträge laufend bei der monatlichen Lohnverrechnung berücksichtigt.

Er wird erst im Nachhinein im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung beziehungsweise Einkommensteuerveranlagung geltend gemacht.

Mehr zur Abgabe der Steuererklärung erklären wir im Beitrag zum Lohnsteuerausgleich in Österreich.

Kann ich den Unterhaltsabsetzbetrag rückwirkend beantragen?

Arbeitnehmer können eine freiwillige Arbeitnehmerveranlagung grundsätzlich bis zu fünf Jahre rückwirkend durchführen.

Damit kann auch ein bisher nicht beantragter Unterhaltsabsetzbetrag innerhalb dieser Frist nachgeholt werden.

Beispiel

Für das Steuerjahr 2021 läuft die fünfjährige Frist grundsätzlich mit:

31. Dezember 2026

ab.

Müssen Belege sofort mitgeschickt werden?

Grundsätzlich müssen Zahlungsbelege nicht automatisch gemeinsam mit der Arbeitnehmerveranlagung eingereicht werden.

Das Finanzamt kann die Unterlagen jedoch im Rahmen der Bearbeitung anfordern.

Deshalb sollten insbesondere:

  • Unterhaltsvereinbarungen,
  • Gerichtsbeschlüsse und
  • Zahlungsnachweise

geordnet aufbewahrt werden.

Was hat der Unterhaltsabsetzbetrag mit dem Familienbonus Plus zu tun?

Bei getrennt lebenden Eltern ist der Unterhaltsabsetzbetrag auch für den Familienbonus Plus besonders wichtig.

Der unterhaltsverpflichtete Elternteil kann Familienbonus Plus grundsätzlich nur für jene Monate beanspruchen, für die:

  • der gesetzliche Unterhalt vollständig geleistet wurde und
  • Anspruch auf Unterhaltsabsetzbetrag besteht.

Kein voller Unterhalt bedeutet daher unter Umständen nicht nur weniger Unterhaltsabsetzbetrag, sondern auch einen geringeren Familienbonus Plus.

Wie kann der Familienbonus Plus 2026 bei getrennten Eltern aufgeteilt werden?

Wird die gesetzliche Unterhaltspflicht vollständig erfüllt, können Familienbeihilfenbezieher und Unterhaltszahler den Familienbonus Plus 2026 grundsätzlich:

  • je zur Hälfte aufteilen,
  • vollständig der familienbeihilfenberechtigten Person zuordnen oder
  • vollständig dem Unterhaltszahler zuordnen.

Insgesamt kann für ein Kind niemals mehr als der volle Familienbonus Plus berücksichtigt werden.

Was passiert beim Familienbonus bei nur teilweise bezahltem Unterhalt?

Wird der Unterhalt im Kalenderjahr nicht vollständig geleistet, muss der Familienbonus Plus grundsätzlich monatsweise beurteilt werden.

Der Unterhaltszahler kann ihn nur für jene Monate beanspruchen, für die auch die Unterhaltsverpflichtung vollständig erfüllt wurde und Unterhaltsabsetzbetrag zusteht.

In diesem Fall wird für die Papierveranlagung grundsätzlich die Beilage L1k-bF verwendet.

Was passiert, wenn überhaupt keine Alimente bezahlt werden?

Wird im gesamten Jahr weder Geld- noch anerkannter Naturalunterhalt geleistet, steht dem Unterhaltsverpflichteten grundsätzlich:

  • kein Unterhaltsabsetzbetrag und
  • kein Familienbonus Plus als Unterhaltszahler

zu.

Der Familienbeihilfenbezieher kann den Familienbonus Plus dann grundsätzlich selbst beanspruchen beziehungsweise unter den gesetzlichen Voraussetzungen mit einem neuen Partner teilen.

Unterhaltsabsetzbetrag oder Kinderabsetzbetrag?

Diese beiden Begriffe werden häufig verwechselt.

Unterhaltsabsetzbetrag Kinderabsetzbetrag
Für wen? Unterhaltszahler bei nicht haushaltszugehörigem Kind Familienbeihilfenbezieher
Höhe 2026 38 / 56 / 75 Euro monatlich 70,90 Euro pro Kind monatlich
Auszahlung über Veranlagung automatisch mit Familienbeihilfe
Eigener Antrag? Ja Nein

Mehr dazu erklärt unser Beitrag zum Kinderabsetzbetrag in Österreich.

Kann ein Elternteil Kinderabsetzbetrag und der andere Unterhaltsabsetzbetrag bekommen?

Ja.

Das ist sogar die typische Situation bei getrennt lebenden Eltern:

  • Der betreuende beziehungsweise familienbeihilfenberechtigte Elternteil erhält Familienbeihilfe und Kinderabsetzbetrag.
  • Der unterhaltszahlende Elternteil kann bei erfüllten Voraussetzungen den Unterhaltsabsetzbetrag geltend machen.

Beide Leistungen schließen einander daher nicht generell aus, sondern betreffen unterschiedliche Personen.

Ist der Unterhaltsabsetzbetrag dasselbe wie Alimente?

Nein.

Alimente sind die tatsächlichen Unterhaltszahlungen.

Der Unterhaltsabsetzbetrag ist dagegen eine steuerliche Entlastung für den Unterhaltszahler.

Beispiel

Ein Elternteil bezahlt:

500 Euro Alimente pro Monat

für sein erstes Kind.

Die steuerliche Entlastung beträgt deshalb nicht 500 Euro.

Bei vollständiger Unterhaltszahlung sind es 2026:

38 Euro Unterhaltsabsetzbetrag pro Monat

Ist der Unterhaltsabsetzbetrag ein Freibetrag?

Nein.

Ein Freibetrag reduziert grundsätzlich die steuerliche Bemessungsgrundlage.

Ein Absetzbetrag wird dagegen grundsätzlich unmittelbar bei der Steuerberechnung berücksichtigt.

Der Unterhaltsabsetzbetrag ist deshalb steuerlich günstiger zu verstehen als ein gleich hoher bloßer Freibetrag.

Was passiert bei einem neuen Partner?

Der neue Partner des unterhaltszahlenden Elternteils verändert den gesetzlichen Kindesunterhalt nicht automatisch.

Für den Unterhaltsabsetzbetrag ist allerdings relevant, dass weder der Unterhaltszahler noch dessen im gleichen Haushalt lebender Ehe- beziehungsweise Partner für das betreffende Kind Familienbeihilfe beziehen.

Beim Familienbonus Plus können neue Partnerschaften zusätzliche Auswirkungen auf die Aufteilung haben.

Spielt eine einvernehmliche oder streitige Scheidung steuerlich eine Rolle?

Für den Unterhaltsabsetzbetrag grundsätzlich nicht.

Ob die Eltern:

  • einvernehmlich geschieden wurden,
  • ein streitiges Scheidungsverfahren hatten oder
  • überhaupt nie verheiratet waren,

ist für den Absetzbetrag nicht der entscheidende Punkt.

Maßgeblich sind insbesondere:

  • Haushaltszugehörigkeit,
  • Familienbeihilfenbezug,
  • gesetzliche Unterhaltspflicht und
  • tatsächliche Unterhaltsleistung.

Deshalb gehört eine ausführliche Erklärung des österreichischen Scheidungsverfahrens nicht in einen Ratgeber zum Unterhaltsabsetzbetrag.

Die häufigsten Fehler beim Unterhaltsabsetzbetrag

  • Mit den alten 2022er Beträgen rechnen: 2026 gelten 38, 56 und 75 Euro monatlich.
  • Alimente vollständig vom Einkommen abziehen: Laufende Unterhaltszahlungen werden grundsätzlich über den Absetzbetrag berücksichtigt.
  • Beliebige Teilzahlung reicht aus: Für den vollen monatlichen Absetzbetrag muss die gesetzliche Unterhaltspflicht erfüllt sein.
  • Nur tatsächlich bezahlte Monate betrachten: Auch Nachzahlungen innerhalb des Jahres können für die rechnerisch erfüllten Monate relevant sein.
  • Familienbeihilfe falsch verstehen: Der andere getrennt lebende Elternteil darf Familienbeihilfe beziehen.
  • Volljährigkeit automatisch als Ende ansehen: Bei weiterem Familienbeihilfenanspruch kann auch für volljährige Kinder Unterhaltsabsetzbetrag zustehen.
  • Unterhaltsabsetzbetrag im Drittstaat beantragen: Außerhalb EU/EWR/Schweiz gelten grundsätzlich die Regeln zur außergewöhnlichen Belastung.
  • 50 Euro Drittstaatspauschale als Höchstbetrag verstehen: Es handelt sich um einen Richtwert.
  • Familienbonus Plus vergessen: Der Unterhaltsabsetzbetrag kann dafür eine wichtige Anspruchsvoraussetzung sein.
  • Zahlungsbelege nicht aufbewahren: Das Finanzamt kann Nachweise verlangen.
  • Ausführliches Scheidungsrecht mit Steuerrecht vermischen: Für den Absetzbetrag zählt die konkrete Unterhaltssituation.

Checkliste: Habe ich Anspruch auf den Unterhaltsabsetzbetrag?

  • Kind: Gehört das Kind nicht zu meinem Haushalt?
  • Unterhalt: Besteht eine gesetzliche Unterhaltspflicht?
  • Zahlung: Habe ich den gesetzlichen Unterhalt tatsächlich bezahlt?
  • Familienbeihilfe: Beziehe weder ich noch mein mit mir lebender Partner Familienbeihilfe für dieses Kind?
  • Volljähriges Kind: Bezieht der getrennt lebende Elternteil weiterhin Familienbeihilfe?
  • Wohnstaat: Österreich, EU/EWR/Schweiz oder Drittstaat?
  • Nachweise: Sind Gerichtsbeschluss, Vereinbarung und Zahlungsbelege vorhanden?
  • Teilzahlungen: Für wie viele Monate wurde der volle Unterhalt rechnerisch erfüllt?
  • Familienbonus Plus: Besteht zusätzlich Anspruch?
  • Veranlagung: Wurde der Unterhaltsabsetzbetrag über FinanzOnline beziehungsweise L1k beantragt?

Fazit: 2026 bis zu 38, 56 oder 75 Euro monatlich je nach Kind

Der Unterhaltsabsetzbetrag beträgt 2026 monatlich 38 Euro für das erste, 56 Euro für das zweite und 75 Euro für das dritte und jedes weitere alimentierte Kind.

Der entscheidende Punkt ist nicht eine Scheidung, sondern die tatsächlich erfüllte Unterhaltspflicht für ein Kind, das nicht im eigenen Haushalt lebt.

Der volle Absetzbetrag steht nur für jene Monate zu, für die der gesetzlich geschuldete Unterhalt vollständig erfüllt wurde. Wird nur ein Teil des Jahresunterhalts bezahlt, wird rechnerisch ermittelt, für wie viele Monate eine volle Unterhaltsleistung vorliegt.

Bei Kindern in EU, EWR und Schweiz kann der reguläre Unterhaltsabsetzbetrag relevant sein. Bei Kindern mit ständigem Aufenthalt in einem Drittstaat wird dagegen grundsätzlich die Hälfte des angemessenen Unterhalts als außergewöhnliche Belastung berücksichtigt; das BMF verwendet dabei häufig 50 Euro pro Kind und Monat als Richtwert.

Bei getrennt lebenden Eltern sollte außerdem immer der Familienbonus Plus mitgeprüft werden: Der Unterhaltszahler kann ihn grundsätzlich nur für jene Monate beanspruchen, für die er seine Unterhaltspflicht vollständig erfüllt und Anspruch auf Unterhaltsabsetzbetrag hat.

Die drei wichtigsten Punkte: Unterhalt vollständig und nachweisbar bezahlen. Unterhaltsabsetzbetrag nach Jahresende beantragen. Familienbonus Plus bei getrennten Eltern immer mitprüfen.

Häufige Fragen zum Unterhaltsabsetzbetrag

Wie hoch ist der Unterhaltsabsetzbetrag 2026?

Er beträgt monatlich 38 Euro für das erste, 56 Euro für das zweite und jeweils 75 Euro für das dritte und jedes weitere alimentierte Kind.

Wie hoch ist der Unterhaltsabsetzbetrag pro Jahr?

Bei zwölf Anspruchsmonaten ergeben sich 456 Euro für das erste, 672 Euro für das zweite und jeweils 900 Euro für das dritte und jedes weitere Kind.

Wie viel Unterhaltsabsetzbetrag gibt es bei zwei Kindern?

Bei ganzjährigem Anspruch sind es 38 plus 56 Euro und damit 94 Euro monatlich beziehungsweise 1.128 Euro jährlich.

Wie viel Unterhaltsabsetzbetrag gibt es bei drei Kindern?

Bei ganzjährigem Anspruch sind es insgesamt 169 Euro monatlich beziehungsweise 2.028 Euro pro Jahr.

Wer bekommt den Unterhaltsabsetzbetrag?

Grundsätzlich eine Person, die für ein nicht zum eigenen Haushalt gehörendes Kind nachweislich gesetzlichen Unterhalt leistet und für dieses Kind selbst keine Familienbeihilfe erhält.

Muss ich geschieden sein?

Nein. Der Familienstand ist nicht ausschlaggebend. Auch unverheiratete getrennt lebende Eltern können die Voraussetzungen erfüllen.

Muss der andere Elternteil Familienbeihilfe beziehen?

Bei minderjährigen Kindern ist entscheidend, dass weder der Unterhaltszahler noch dessen im selben Haushalt lebender Partner Familienbeihilfe für das Kind beziehen. Bei volljährigen Kindern ist für den Unterhaltsabsetzbetrag insbesondere relevant, dass dem getrennt lebenden Elternteil weiterhin Familienbeihilfe ausbezahlt wird.

Muss ich den vollen Unterhalt bezahlen?

Für den vollen Unterhaltsabsetzbetrag muss die gesetzliche Unterhaltspflicht vollständig erfüllt werden.

Was passiert, wenn ich nur die Hälfte der Alimente bezahle?

Dann wird grundsätzlich ermittelt, für wie viele Monate die tatsächlich geleisteten Zahlungen einer vollen monatlichen Unterhaltsleistung entsprechen. Bei exakt der Hälfte eines Jahresunterhalts wären das typischerweise sechs Monate.

Zählt eine Nachzahlung von Alimenten?

Nachzahlungen können grundsätzlich im Jahr ihrer Zahlung berücksichtigt werden. Entscheidend ist, für wie viele Monate die gesetzliche Unterhaltspflicht dadurch rechnerisch vollständig erfüllt wurde.

Wie muss ich die Alimentenzahlungen nachweisen?

Geeignet sind insbesondere Kontoauszüge, Überweisungsbelege, Empfangsbestätigungen sowie gerichtliche oder vertragliche Unterhaltsregelungen.

Kann ich Alimente vollständig von der Steuer absetzen?

Nein. Laufender Kindesunterhalt wird grundsätzlich nicht in voller Höhe vom steuerpflichtigen Einkommen abgezogen. Bei einem nicht haushaltszugehörigen Kind erfolgt die steuerliche Berücksichtigung typischerweise über den Unterhaltsabsetzbetrag.

Kann ich außergewöhnliche Krankheitskosten meines Kindes zusätzlich absetzen?

Unter bestimmten Voraussetzungen ja, wenn diese Kosten zusätzlich zum laufenden gesetzlichen Unterhalt getragen werden und selbst die Voraussetzungen einer außergewöhnlichen Belastung erfüllen.

Gibt es Unterhaltsabsetzbetrag für ein volljähriges Kind?

Ja, grundsätzlich solange dem getrennt lebenden Elternteil für dieses Kind weiterhin Familienbeihilfe ausbezahlt wird und die übrigen Voraussetzungen erfüllt sind.

Enden Alimente automatisch mit 18?

Nein. Die Unterhaltspflicht besteht grundsätzlich bis zur Selbsterhaltungsfähigkeit und kann daher beispielsweise während Studium oder Ausbildung über die Volljährigkeit hinausreichen.

Gibt es Unterhaltsabsetzbetrag für Kinder im EU-Ausland?

Ja. Für nicht haushaltszugehörige Kinder in EU- und EWR-Staaten sowie der Schweiz kann grundsätzlich der reguläre Unterhaltsabsetzbetrag zustehen.

Gibt es Unterhaltsabsetzbetrag für Kinder in Drittstaaten?

Grundsätzlich nein. Stattdessen kann die Hälfte des angemessenen Unterhalts als außergewöhnliche Belastung ohne Selbstbehalt berücksichtigt werden.

Wie hoch ist der Drittstaaten-Richtwert?

Das BMF nennt grundsätzlich 50 Euro pro Kind und Monat als pauschalen Richtwert. Ein höherer Betrag kann bei entsprechendem Nachweis möglich sein.

Wo beantrage ich den Unterhaltsabsetzbetrag?

Im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung beziehungsweise Einkommensteuererklärung, am einfachsten über FinanzOnline.

Welches Formular brauche ich?

Bei einer Papiererklärung wird grundsätzlich die Beilage L1k verwendet. Für jedes Kind ist eine eigene Beilage erforderlich.

Kann ich den Unterhaltsabsetzbetrag beim Arbeitgeber beantragen?

Nein. Er wird grundsätzlich erst nach Ende des Kalenderjahres über die Veranlagung berücksichtigt.

Kann ich den Unterhaltsabsetzbetrag rückwirkend beantragen?

Im Rahmen einer freiwilligen Arbeitnehmerveranlagung ist dies grundsätzlich bis zu fünf Jahre rückwirkend möglich.

Kann ich zusätzlich Familienbonus Plus bekommen?

Ja. Bei getrennt lebenden Eltern kann auch der Unterhaltszahler Familienbonus Plus beanspruchen, soweit er den gesetzlichen Unterhalt vollständig leistet und Anspruch auf Unterhaltsabsetzbetrag besteht.

Was passiert beim Familienbonus Plus, wenn ich nicht alle Alimente bezahle?

Dann steht dem Unterhaltszahler Familienbonus Plus grundsätzlich nur für jene Monate zu, für die die gesetzliche Unterhaltspflicht vollständig erfüllt wurde und Unterhaltsabsetzbetrag zusteht.

Ist der Kinderabsetzbetrag dasselbe wie der Unterhaltsabsetzbetrag?

Nein. Der Kinderabsetzbetrag wird grundsätzlich dem Familienbeihilfenbezieher gemeinsam mit der Familienbeihilfe ausgezahlt. Der Unterhaltsabsetzbetrag wird dagegen vom Unterhaltszahler über die Steuerveranlagung beantragt.

Wie hoch ist der Kinderabsetzbetrag 2026?

Er beträgt 70,90 Euro pro Kind und Monat und wird automatisch gemeinsam mit der Familienbeihilfe ausgezahlt.

Quellen und Rechtsgrundlagen

Stand der fachlichen Prüfung: 8. Oktober 2026.

Hinweis: Die konkrete gesetzliche Unterhaltshöhe ist eine Einzelfallfrage. Der Unterhaltsabsetzbetrag hängt unter anderem davon ab, in welchem Umfang die tatsächlich bestehende Unterhaltspflicht erfüllt wurde und wo das Kind seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.

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