Was bedeutet Realrendite in Österreich? – Inflation & Sparzinsen

Sichere und möglichst lukrative Geldanlagen sind heute wichtiger denn je. Für Anleger ist in diesem Zusammenhang die Rendite von immenser Bedeutung: Diese bezeichnet den Gewinn im Verhältnis zum ursprünglich investierten Betrag innerhalb eines Jahres. Wer also Geld anlegen möchte, kommt nicht um die Frage nach der aktuellen Rendite herum, um eine gut durchdachte Entscheidung treffen zu können.

Aktuell spielt insbesondere die Realrendite eine entscheidende Rolle, denn diese bezieht auch die Inflationsrate mit ein. Aber wie sieht es momentan eigentlich in Österreich mit den Renditen aus, und worauf sollten Anleger unbedingt achten?

Was ist der Unterschied zwischen Rendite und Realrendite?

Wer sich intensiver mit den Themen Finanzen, Geldanlage und Investition befasst, stößt recht schnell auf den Begriff der Rendite oder auch Nominalrendite, der mit einem bestimmten, sich verändernden Wert angegeben wird. Finanzexperten bezeichnen damit den Gewinn, den Anleger im ersten Jahr ihrer Investition in Relation zum angelegten Betrag erzielen. Etwas vereinfacht: Der Renditensatz ist im Falle eines Spar- oder Tagesgeldkontos der Zinsertrag, von dem der Kontobesitzer innerhalb eines bestimmten Zeitraums profitiert. Kommt es zu einem Gewinn, spricht man von einer positiven Rendite; tritt dagegen ein Verlust ein, handelt es sich um eine Negativrendite. Die in Zusammenhang mit den verfügbaren Anlageoptionen genannten Renditen geben also Auskunft darüber, ob statistisch gesehen bereits im ersten Jahr ein Gewinn möglich ist und wenn ja, wie hoch dieser ausfallen könnte. Für Investoren ist es daher sehr wichtig, die Renditen verschiedener Optionen genau miteinander zu vergleichen und sich anhand dieser Grundlage für oder gegen eine Anlage zu entscheiden.

Neben der eigentlichen Rendite gibt es auch noch einen weiteren Wert, der noch einen genaueren Einblick in die potenzielle Entwicklung einer Investition ermöglicht. Die sogenannte Realrendite bei Sparkonten in Österreich bezieht die Inflation mit in die Berechnung ein und fällt damit noch ein wenig präziser aus als die Nominalrendite. Der hier entstehende Wert ist also der Zinsertrag minus der Inflationsrate, wodurch sich die Realrendite deutlich verändern kann. Wer einen realistischen Eindruck der tatsächlich erzielten Gewinne aus einer Investition erhalten möchte, sollte sich aus Expertensicht an der Realrendite orientieren, da dieser Wert bereits alle durch die Inflation entstehenden Schwankungen berücksichtigt. So kann es sein, dass die Rendite bei 4 %, die Realrendite dagegen aber nur bei 2 % liegt. Steuerliche Faktoren werden aber übrigens weder bei der Nominalrendite noch bei der Realrendite eingerechnet.

Wie sehen die Renditen in Österreich aktuell aus?

In Österreich entscheiden sich immer mehr Menschen für eine Geldanlage, um sich für die Zukunft finanziell abzusichern. Da dies aber auch immer mit einem gewissen Risiko verbunden ist, muss immer die aktuelle Rendite berücksichtigt werden. Abhängig von der gewählten Anlageform variieren sowohl Risiko als auch Rendite. So ist die Anlage auf einem Tagesgeldkonto vergleichsweise risikoarm und bringt aber auch nur eine Rendite von 1 bis 2 %, während Aktien mit einem hohen Risiko verbunden sind, aber bei Erfolg auch mit Renditen von bis zu 10 % belohnt werden. Auf dem österreichischen Finanzmarkt stehen zahlreiche Optionen zur Auswahl und bedienen jede Klientel. Besonderer Fokus liegt dabei auf dem Schutz der Anleger, was aber selbstverständlich nicht bedeutet, dass kein Risiko besteht: Wer falsche Entscheidungen trifft, muss unter Umständen mit hohen finanziellen Verlusten rechnen.

Die folgende Liste soll verdeutlichen, wie es Ende 2025 um die Realrenditen in Österreich bestellt war:

  • Im Oktober 2025 lag die Realrendite bei etwa -3,5 %.
  • Im Vorjahr hatte sich der Wert bei nur -1 % angesiedelt.
  • Dagegen betrug die Realrendite im Oktober 2022 -11,5 %.
  • Eine positive Rendite gab es in Österreich letztmalig im Juni 2009.

Parallel dazu lässt sich beobachten, dass sowohl die Inflation als auch der Verbraucherpreisindex VPI eine ähnliche Entwicklung durchlaufen haben. Diese Werte hängen somit unmittelbar zusammen und müssen daher bei der Berechnung der Renditen immer beachtet werden.

Wo erfahren Anleger etwas über die Renditen?

Der erste Ansprechpartner bei Fragen rund um das Thema Zinsen und Rendite ist die Hausbank. Das gilt vor allem dann, wenn es sich bei der gewählten Anlageoption etwa um ein Tagesgeldkonto handelt, das in den meisten Fällen direkt bei der Bank eröffnet wird. Aber auch, wenn erwogen wird, etwa in Aktien zu investieren, kann ein Gespräch mit dem Bankberater sinnvoll sein. Für Laien ist es nicht immer einfach, die genaue Bedeutung von Zinssätzen, Realrenditen und Nominalrenditen für die geplante Investition zu erkennen – es ist daher ratsam, sich bei mangelnder Erfahrung an einen Finanzexperten zu wenden, bevor eine Entscheidung getroffen wird. Alternativ ist es im digitalen Zeitalter aber natürlich auch möglich, sich online zu informieren. Hier können die aktuellen Realrenditen in Österreich eingesehen und mit den Entwicklungen der vergangenen Jahre verglichen werden. So lässt sich unter anderem auch ermitteln, ob der Zeitpunkt für eine Anlage günstig ist oder vielleicht noch etwas gewartet werden sollte.

Warum nimmt die Inflation Einfluss auf die Renditen?

Der Begriff Inflation ist in aller Munde, aber was bedeutet er eigentlich genau? Finanzexperten verstehen darunter einen Wertverlust des Geldes, der etwa durch eine veränderte Nachfrage und einen damit verbundenen Preisanstieg für Waren und Dienstleistungen zustande kommt. Dadurch sinkt die Kaufkraft, was wiederum heißt, dass sich die Bevölkerung in Österreich für die gleiche Geldmenge weniger leisten kann. Jedes Jahr wird in diesem Zusammenhang der Verbraucherpreisindex ermittelt, der aussagt, wie es mit der Preisentwicklung eines durchschnittlichen Haushalts aussieht. Der Unterschied zum Vorjahr wird als Inflationsrate bezeichnet und gibt an, wie stark die Preise gestiegen sind. Auch für österreichische Anleger ist die Inflation von Bedeutung: Sie beeinflusst die Einwicklung der Renditen und somit auch, inwiefern sich eine Investition lohnt oder eben nicht. Aus diesem Grund ist es immer wichtig, vor einer Geldanlage immer vor allem auch die Realrendite im Auge zu behalten, denn sie bezieht bereits die aktuelle Inflation mit ein.

Die voraussichtliche Entwicklung der Realrendite

In Österreich wird sich die Realrendite Schätzungen zufolge in den kommenden Jahren nicht entscheidend verändern. Da sich die Inflation in den vergangenen 15 Jahren durchweg im negativen Bereich befunden hat, ist zu erwarten, dass sich dies auch in absehbarer Zukunft so verhalten wird.

Das bedeutet aber natürlich nicht, dass sich Geldanlagen in Österreich aktuell nicht lohnen: Wer geschickt investiert, kann durchaus von den derzeitigen Entwicklungen profitieren. Vorab ist es aber immer unverzichtbar, sich genauestens über die momentanen Werte und die Prognosen der Finanzexperten zu informieren. Unüberlegte oder spontane Investitionen stellen ein hohes Risiko dar: Im Zweifelsfall ist es ratsam, sich im Voraus einen professionellen Rat zu holen.

Von David Reisner

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