Wie wirkt sich die Familienbeihilfe auf den Lohnsteuerausgleich in Österreich aus? Die Familienbeihilfe selbst erhöht die steuerpflichtigen Einkünfte nicht und wird auch nicht als zusätzlicher Betrag beim Lohnsteuerausgleich zurückgezahlt. Ihr Bezug ist aber häufig eine Voraussetzung für den Familienbonus Plus, den Kindermehrbetrag und bestimmte weitere steuerliche Begünstigungen. Welche Entlastung tatsächlich entsteht, hängt von der Einkommensteuer, der familiären Situation und den richtig gestellten Anträgen ab.
Kurzantwort für das Steuerjahr 2026: Die Familienbeihilfe ist von der Einkommensteuer zu unterscheiden. Wer für ein Kind Familienbeihilfe bezieht, erhält den Kinderabsetzbetrag von 70,90 Euro pro Monat grundsätzlich gemeinsam mit dieser ausbezahlt – ohne einen zusätzlichen Antrag im Lohnsteuerausgleich. Der Familienbonus Plus mindert dagegen auf Antrag die Einkommensteuer um höchstens 166,68 Euro monatlich bis zum 18. Geburtstag und danach um 58,34 Euro monatlich, solange die Voraussetzungen vorliegen. Bei der Arbeitnehmerveranlagung muss der Familienbonus Plus erneut beantragt werden, auch wenn ihn der Arbeitgeber bereits berücksichtigt hat.
Familienbeihilfe, Kinderabsetzbetrag und Familienbonus: Was ist der Unterschied?
Die Begriffe bezeichnen verschiedene Leistungen. Besonders wichtig ist, ob eine Zahlung direkt auf das Bankkonto erfolgt oder ob ein Betrag erst die berechnete Einkommensteuer reduziert.
| Leistung | Wirkung beim Lohnsteuerausgleich 2026 |
|---|---|
| Familienbeihilfe | Eine Familienleistung; sie ist nicht selbst eine Lohnsteuergutschrift und erhöht nicht das steuerpflichtige Einkommen. |
| Kinderabsetzbetrag | 70,90 Euro je Kind und Monat; wird grundsätzlich gemeinsam mit der Familienbeihilfe ausbezahlt, auch bei niedriger oder keiner Steuer. |
| Familienbonus Plus | Mindert auf Antrag die Einkommensteuer, höchstens bis auf null; abhängig von Anspruchsmonaten, Alter und Aufteilung. |
| Kindermehrbetrag | Unter zusätzlichen gesetzlichen Voraussetzungen Entlastung für Familien mit geringer Steuer; für 2026 maximal 700 Euro pro berücksichtigungsfähigem Kind. |
| Alleinverdiener-/Alleinerzieherabsetzbetrag | Zusätzlicher Absetzbetrag bei eigenständig zu prüfenden Voraussetzungen; nicht identisch mit der Familienbeihilfe. |
Die Familienbeihilfe für Kinder mit ständigem Aufenthalt in Österreich beträgt 2026 je nach Alter monatlich 138,40 Euro ab Geburt, 148 Euro ab drei Jahren, 171,80 Euro ab zehn Jahren und 200,40 Euro ab 19 Jahren. Dazu können beispielsweise Geschwisterstaffelungen kommen. Diese Beträge sind für die Höhe der Familienleistung wichtig, werden aber nicht mit einem Prozentsatz in die Einkommensteuerberechnung eingerechnet.
Wie viel Familienbonus Plus steht 2026 zu?
Nach § 33 Abs. 3a Einkommensteuergesetz (EStG) richtet sich der Familienbonus Plus nach den anspruchsberechtigten Monaten. Die Regelung gilt für begünstigte Kinder mit Aufenthalt in Österreich beziehungsweise unter den gesetzlichen Voraussetzungen in der EU, im EWR oder in der Schweiz.
| Alter des Kindes | Familienbonus Plus 2026 |
|---|---|
| Bis einschließlich des Monats des 18. Geburtstags | 166,68 Euro pro Monat, rechnerisch 2.000,16 Euro für zwölf Monate |
| Ab dem Folgemonat nach dem 18. Geburtstag | 58,34 Euro pro Monat, rechnerisch 700,08 Euro für zwölf Monate – nur bei weiterem Familienbeihilfenanspruch |
In amtlichen Übersichten werden die Jahresbeträge oft mit rund 2.000 beziehungsweise 700 Euro bezeichnet. Bei einer monatsweisen Berechnung sind die gesetzlichen Monatsbeträge maßgeblich.
Entscheidend: Der Familienbonus Plus ist kein pauschal ausbezahltes Kindergeld. Er reduziert grundsätzlich nur die tatsächlich vorhandene Einkommensteuer bis auf null. Bei sehr niedriger Steuer kann daher nur ein Teil davon wirksam werden; ob stattdessen der Kindermehrbetrag in Betracht kommt, ist gesondert zu prüfen.
Rechenbeispiel: Kind unter 18 Jahren und ausreichend Einkommensteuer
Für ein Kind besteht während aller zwölf Monate des Jahres 2026 Anspruch auf Familienbeihilfe. Ein Elternteil beansprucht den gesamten Familienbonus Plus und hat vor dessen Abzug eine rechnerische Einkommensteuer von 2.500 Euro. Andere Absetzbeträge bleiben im vereinfachten Beispiel unberücksichtigt.
| Einkommensteuer vor Familienbonus Plus | 2.500,00 Euro |
|---|---|
| Familienbonus Plus: 12 × 166,68 Euro | − 2.000,16 Euro |
| Verbleibende Steuer (vereinfacht) | 499,84 Euro |
Wurde die volle Begünstigung schon laufend beim Arbeitgeber berücksichtigt, führt die nochmalige Beantragung in der Jahresveranlagung nicht automatisch zu einer zweiten Auszahlung. Sie stellt vielmehr sicher, dass die jährliche Steuerberechnung den Anspruch berücksichtigt.
Rechenbeispiel: Zu wenig Steuer für den vollen Familienbonus
Beträgt die entsprechende Einkommensteuer im selben Beispiel nur 600 Euro, kann der Familienbonus Plus diese auf null reduzieren. Die nicht ausgenutzten 1.400,16 Euro werden nicht einfach als Familienbonus Plus ausgezahlt. Der Kindermehrbetrag oder andere Erstattungen können nach eigenen Voraussetzungen dennoch relevant sein.
Wer darf den Familienbonus Plus beantragen und wie wird er aufgeteilt?
Grundsätzlich kommen die Person, die die Familienbeihilfe bezieht, und deren (Ehe-)Partnerin beziehungsweise (Ehe-)Partner in Betracht. Bei getrennt lebenden Eltern können die familienbeihilfenberechtigte Person und die gesetzlich unterhaltsverpflichtete Person anspruchsberechtigt sein, wenn die Voraussetzungen für den Unterhaltsabsetzbetrag erfüllt sind.
Bei anspruchsberechtigten Eltern ist im Regelfall die vollständige Berücksichtigung bei einer Person oder eine hälftige Aufteilung möglich. Eine hälftige Aufteilung kann sich besonders dann anbieten, wenn eine Person allein zu wenig Einkommensteuer für den vollen Bonus zahlt. Die gesetzliche Zuordnung bei getrennt lebenden Eltern mit unvollständig erfülltem Unterhalt muss jedoch monatsweise überprüft werden.
Wichtig bei getrennt lebenden Eltern: Der Familienbonus Plus darf für dasselbe Kind und denselben Monat insgesamt nicht doppelt vollständig beansprucht werden. Bei nicht voll geleistetem Unterhalt ist die Sonderfallbeilage L 1k-bF beziehungsweise die entsprechende Eingabe in FinanzOnline relevant. Eine vermeintliche Einigung ersetzt nicht die gesetzlichen Anspruchsvoraussetzungen.
Familienbonus Plus im Lohnsteuerausgleich beantragen: So geht es
Der Familienbonus Plus kann bereits im laufenden Jahr beim Arbeitgeber über das Formular E 30 berücksichtigt werden. Alternativ lässt er sich in der Arbeitnehmerveranlagung über FinanzOnline oder mit den vorgesehenen Papierformularen geltend machen.
- Steuerjahr auswählen: Geben Sie an, ob Sie etwa die Arbeitnehmerveranlagung für 2025 oder später für 2026 durchführen. Es gelten jeweils die Beträge und Voraussetzungen dieses Jahres.
- Kinderdaten prüfen: Kontrollieren Sie Familienbeihilfenbezug, Geburtsdatum, Anspruchsmonate und gegebenenfalls den Zeitpunkt der Volljährigkeit.
- Aufteilung abstimmen: Klären Sie bei zwei anspruchsberechtigten Personen, wie der Bonus für die betreffenden Monate aufgeteilt wird. Bei getrennt lebenden Eltern sind Unterhaltsleistungen gesondert zu beurteilen.
- Familienbonus ausdrücklich beantragen: Tragen Sie ihn in FinanzOnline bei den kinderbezogenen Angaben ein. Auf Papier wird grundsätzlich das Formular L 1 mit der passenden Beilage L 1k verwendet; bei besonderen monatlich zu prüfenden Sachverhalten ist L 1k-bF erforderlich.
- Für jedes Kind eigene Angaben machen: Bei Papierabgabe ist grundsätzlich je Kind eine eigene entsprechende Beilage auszufüllen.
- Vorausberechnung und Bescheid kontrollieren: Prüfen Sie, ob der Familienbonus Plus tatsächlich berücksichtigt und korrekt zwischen den Eltern aufgeteilt wurde.
Wann ist L 1k-bF statt L 1k erforderlich?
Die Sonderfallbeilage betrifft insbesondere Änderungen der familiären Situation während des Jahres – beispielsweise Trennung, Eheschließung, Begründung einer maßgeblichen Lebensgemeinschaft, Tod der Partnerperson oder nicht vollständig geleisteten gesetzlichen Unterhalt. L 1k-bF ist kein eigenes Formular für die Beantragung der Familienbeihilfe. Die Familienbeihilfe wird über ihr eigenes Verfahren beim Finanzamt beantragt, soweit nicht eine automatische Gewährung erfolgt.
Der häufigste Fehler: Familienbonus nach E 30 nicht nochmals beantragen
Das BMF weist ausdrücklich darauf hin: Wer eine Arbeitnehmerveranlagung einreicht, muss den Familienbonus Plus dort erneut beantragen, selbst wenn der Arbeitgeber ihn über E 30 schon monatlich in der Lohnverrechnung berücksichtigt hat. Andernfalls kann die Jahresveranlagung eine überraschende Nachforderung ergeben, weil der unterjährige Steuerabzug bereits vermindert war.
Ändern sich im laufenden Jahr die Voraussetzungen – etwa durch Wegfall der Familienbeihilfe, Trennung oder Wechsel der berechtigten Person –, muss auch die Lohnverrechnung informiert werden; dafür ist das Formular E 31 vorgesehen. Beim 18. Geburtstag endet die bisherige Berücksichtigung beim Arbeitgeber; für den reduzierten Familienbonus Plus ist bei fortbestehendem Anspruch grundsätzlich erneut E 30 mit Nachweisen einzureichen.
Kindermehrbetrag 2026: Was gilt bei geringer Einkommensteuer?
Reicht die Einkommensteuer für den Familienbonus Plus nicht aus, kann unter bestimmten Voraussetzungen der Kindermehrbetrag eine Entlastung ermöglichen. Für 2026 beträgt der maßgebliche maximale Differenzbetrag 700 Euro pro berücksichtigungsfähigem Kind. Der Kindermehrbetrag ist jedoch nicht allein aufgrund des Familienbeihilfenbezugs garantiert.
Zu prüfen sind insbesondere:
- an mindestens 30 Tagen im Jahr 2026 steuerpflichtige betriebliche oder nichtselbstständige Einkünfte oder im gesamten Jahr bestimmte Leistungen wie Kinderbetreuungsgeld, Wochengeld beziehungsweise Pflegekarenzgeld;
- eine ausreichend niedrige Einkommensteuer vor Abzug der Steuerabsetzbeträge und die entsprechenden Einkommensgrenzen;
- Anspruch auf Alleinverdiener- oder Alleinerzieherabsetzbetrag oder die gesetzlich vorgesehene Konstellation mit ebenfalls geringem Einkommen der Partnerperson;
- mehr als sechs Monate Familienbeihilfenbezug für die betreffenden Kinder sowie die erforderlichen Erklärungsangaben.
Bei einem Kind nennt das BMF für 2026 als Orientierung eine Einkommensgrenze von 17.038 Euro beziehungsweise eine Steuer unter 700 Euro vor Absetzbeträgen; bei mehreren Kindern gelten andere Grenzen. Es handelt sich ausdrücklich nicht um eine generelle Grenze für den Bezug der Familienbeihilfe.
Damit der Kindermehrbetrag im Bescheid geprüft werden kann, müssen die entsprechenden Voraussetzungen in der Erklärung bestätigt werden. Eine reine Annahme, dass das Finanzamt aufgrund des Familienbeihilfenbezugs alle Angaben schon kennen werde, ist nicht ausreichend.
Alleinverdiener und Alleinerzieher: Welche Absetzbeträge gelten 2026?
Bei einem entsprechenden Anspruch auf den Kinderabsetzbetrag für mehr als sechs Monate und Erfüllung der weiteren gesetzlichen Voraussetzungen können Alleinverdiener- oder Alleinerzieherabsetzbeträge dazukommen. Für das Steuerjahr 2026 gelten:
| Anzahl der Kinder | Absetzbetrag 2026 |
|---|---|
| 1 Kind | 612 Euro |
| 2 Kinder | 828 Euro |
| 3 Kinder | 1.101 Euro |
| Jedes weitere Kind | zusätzlich 273 Euro |
Beim Alleinverdienerabsetzbetrag darf die Partnerperson 2026 grundsätzlich Einkünfte von höchstens 7.411 Euro im Kalenderjahr erzielen; die Prüfung erfolgt nach den gesetzlichen Regeln zur Einkunftsermittlung, nicht einfach anhand des Bruttogehalts. Für den Alleinerzieherabsetzbetrag sind die eigene Familien- und Haushaltssituation und das Nichtbestehen einer maßgeblichen Partnerschaft entscheidend. Die Familienbeihilfe zählt nach den BMF-Informationen selbst nicht zu den maßgeblichen Partnereinkünften für diese Grenze.
Was ändert sich bei Geburt, Volljährigkeit oder Wegfall der Familienbeihilfe?
Die Ansprüche sind nicht immer für ein ganzes Jahr identisch:
- Geburt im laufenden Jahr: Bei Vorliegen der Voraussetzungen kann der Familienbonus Plus ab dem Geburtsmonat beansprucht werden.
- 18. Geburtstag: Der höhere Monatsbetrag gilt noch im Monat des 18. Geburtstags; ab dem Folgemonat kommt bei weiter bestehendem Familienbeihilfenanspruch der niedrigere Betrag zur Anwendung.
- Studium oder Berufsausbildung: Bei volljährigen Kindern besteht Familienbeihilfe nur unter zusätzlichen gesetzlichen Voraussetzungen. Eine bloße Volljährigkeit begründet nicht automatisch einen Anspruch auf den reduzierten Familienbonus.
- Familienbeihilfe endet: Auch der Familienbonus Plus kann für nachfolgende Monate wegfallen. Eine Änderung bei der laufenden Lohnverrechnung ist gegebenenfalls mitzuteilen.
- Familienbeihilfe wird direkt ans volljährige Kind überwiesen: Die Direktauszahlung ändert grundsätzlich nicht die Elternstellung als anspruchsberechtigte Person. Das ist von seltenen Fällen zu unterscheiden, in denen der Familienbeihilfenanspruch tatsächlich dem Kind selbst zusteht.
Checkliste vor dem Lohnsteuerausgleich mit Kindern
- Ist für die maßgeblichen Monate tatsächlich Familienbeihilfe beziehungsweise eine relevante Ausgleichs- oder Differenzzahlung gegeben?
- Wird der Familienbonus Plus in der Jahresveranlagung nochmals geltend gemacht, obwohl E 30 beim Arbeitgeber abgegeben wurde?
- Stimmt die Aufteilung zwischen den Eltern mit dem tatsächlichen Anspruch überein?
- Wurde bei Geburt, 18. Geburtstag, Trennung oder Unterhaltsänderungen die Monatsbetrachtung berücksichtigt?
- Ist bei geringer Steuer der Kindermehrbetrag anhand sämtlicher Voraussetzungen geprüft?
- Besteht zusätzlich ein Anspruch auf Alleinverdiener- oder Alleinerzieherabsetzbetrag?
- Wurden für die Papiererklärung die passenden Formulare und Kinderbeilagen verwendet?
Häufige Fragen: Familienbeihilfe und Lohnsteuerausgleich
Muss ich die Familienbeihilfe im Lohnsteuerausgleich als Einkommen angeben?
Die Familienbeihilfe ist keine gewöhnliche steuerpflichtige Einkunft. Für den Familienbonus Plus oder andere kinderbezogene Steuerbegünstigungen müssen aber die erforderlichen Kinder- und Anspruchsangaben gemacht werden.
Bekomme ich die Familienbeihilfe mit dem Lohnsteuerausgleich noch einmal ausgezahlt?
Nein. Die Familienbeihilfe wird gesondert ausbezahlt. Bei der Arbeitnehmerveranlagung wird insbesondere über beantragte steuerliche Begünstigungen wie den Familienbonus Plus entschieden.
Wird der Kinderabsetzbetrag im Lohnsteuerausgleich erneut beantragt?
Grundsätzlich nein. Er wird 2026 in Höhe von 70,90 Euro je Kind und Monat zusammen mit der Familienbeihilfe ausbezahlt; eine zusätzliche Auszahlung durch erneute Geltendmachung in der Arbeitnehmerveranlagung ist nicht vorgesehen.
Kann ich 2026 den ganzen Familienbonus Plus bekommen, wenn ich keine Steuer zahle?
Der Familienbonus Plus kann die Einkommensteuer nur bis auf null senken. Ist keine entsprechende Steuer vorhanden, kann er nicht als solcher vollständig ausbezahlt werden. Ob der Kindermehrbetrag oder ein anderer Erstattungsanspruch besteht, hängt von gesonderten Voraussetzungen ab.
Warum muss ich den Familienbonus Plus erneut beantragen, obwohl mein Arbeitgeber E 30 hat?
Der unterjährige Lohnsteuerabzug und die jährliche Veranlagung sind getrennte Berechnungsschritte. Das BMF verlangt daher bei Abgabe einer Arbeitnehmerveranlagung die erneute Beantragung; andernfalls kann eine Nachzahlung entstehen.
Kann der Familienbonus Plus zwischen beiden Eltern geteilt werden?
Grundsätzlich ja, vollständig bei einer anspruchsberechtigten Person oder je zur Hälfte. Bei getrennt lebenden Eltern und unvollständigem gesetzlichen Unterhalt gelten besondere Monats- und Anspruchsregeln.
Was gilt ab dem 18. Geburtstag eines Kindes?
Bis einschließlich des Geburtstagsmonats sind 2026 monatlich 166,68 Euro möglich. Danach kommen 58,34 Euro je Monat in Betracht, wenn für das volljährige Kind weiterhin ein entsprechender Familienbeihilfenanspruch besteht.
Welches Formular benötige ich: L 1k oder L 1k-bF?
L 1k ist die reguläre Kinderbeilage zur Arbeitnehmerveranlagung. L 1k-bF dient besonderen Sachverhalten, die eine genauere monatliche Betrachtung erfordern, etwa Trennung oder nicht vollständig geleisteten Unterhalt. Beide Formulare dienen nicht dazu, die Familienbeihilfe selbst zu beantragen.
Offizielle Quellen und Rechtsgrundlagen
- RIS: § 33 Einkommensteuergesetz 1988 – Familienbonus Plus, Kinderabsetzbetrag und weitere Absetzbeträge
- BMF: Familienbonus Plus, Kindermehrbetrag und Beilagen L 1k/L 1k-bF
- BMF: Alleinverdiener- und Alleinerzieherabsetzbetrag 2026
- oesterreich.gv.at: Höhe der Familienbeihilfe und Kinderabsetzbetrag 2026
- oesterreich.gv.at: Familienbeihilfe – Antrag und Voraussetzungen
Redaktioneller Rechts- und Quellenstand: 22. Oktober 2026. Die Zahlen beziehen sich auf das Steuerjahr 2026, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben. Bei getrennt lebenden Eltern, ausländischem Familienbeihilfenbezug und wechselnden Familienverhältnissen sind die konkreten Anspruchsmonate gesondert zu prüfen. Die Erläuterungen ersetzen keine individuelle steuerliche Beratung.